Wie wir arbeiten

Bewertungsrichtlinien

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Einführung

Die Bill & Melinda Gates Foundation arbeitet mit Förderpartnern zusammen, um langfristige Lösungen zu entwickeln, die Menschen dabei helfen, ein gesundes und produktives Leben zu führen. Zum Erreichen unserer ehrgeizigen Ziele müssen wir gründliche Bewertungen vornehmen, damit wir und unsere Partner unsere Tätigkeiten ständig verbessern können.

Teil unseres Bewertungsprozesses ist die systematische, objektive Bewertung eines laufenden oder abgeschlossenen Interventionsprojekts, einer Strategie, eines Programms oder einer Partnerschaft. Mithilfe von Bewertungen können wir lernen, welche Arbeiten zum gewünschten Ergebnis führen und warum bestimmte Ergebnisse erreicht oder nicht erreicht werden. Außerdem können wir damit auf unbeabsichtigte Folgen schließen und bestimmen, was geändert werden muss, um die Ausführung zu verbessern. Bewertungen können sehr aussagekräftig sein und können der Stiftung und unseren Stiftungspartnern bei der Entscheidung helfen, wie knappe Ressourcen optimal eingesetzt werden können. Dies unterscheidet sich von anderen Methoden zur Erfolgsmessung, die nur bewerten, ob eine bestimmte Änderung stattgefunden hat und nicht warum oder wie diese Änderung zustande kam.

Unsere Bewertungsmethoden sind unterschiedlich und, so lange es keine Vorgaben gibt, obliegt die Entscheidungstreffung den einzelnen Programmteams und den Programmleitern. Die Stiftung unterstützt eine Vielfalt an Partnern und Projekten. Daher ist es notwendig, genau zu wissen, wie unterschiedlich Bewertungsmethoden angesetzt werden sollen, um in jedem dieser Bereiche informierte Entscheidungen treffen zu können.

Zweck der Strategie

Unsere Bewertungsstrategie soll dabei helfen, die Erwartungen der Mitarbeiter der Stiftung und unserer Partner miteinander abzugleichen und zu bestimmen, warum, wann und wie Bewertungen verwendet werden sollen. Die Strategie fordert Stiftungsteams dazu auf, transparenter, strategischer und systematischer zu entscheiden, was und wie etwas bewertet werden soll. Wir wollen Bewertung zum Bestandteil unserer alltäglichen Bemühungen machen und uns schon früh mit unseren Partnern darüber einigen, was wir bewerten und warum. Wir wollen außerdem für unsere Arbeit und die unserer Partner nützliche Beweise erstellen.

Organisatorischer Rahmen

Unsere Bewertungsstrategie basiert auf unserem Geschäftsmodell und umfasst die Zusammenarbeit mit Stiftungspartnern, um die beste Wirkung zu erzielen. Bereits früh im Antragprozess arbeiten wir mit zukünftigen Partnern an der Definition und Abstimmung messbarer Ergebnisse und Fortschritts- und Erfolgsindikatoren. Damit können unsere Partner sich auf ihre Arbeit konzentrieren und im Verlauf lernen und müssen sich nicht darum kümmern, jeden Arbeitsschritt zu messen und diesen genau aufzuzeichnen.

Das zeigt, wie wichtig eine Bewertung ist, um Innovationen zu testen, Verbesserungen vorzunehmen und zu verstehen, was und warum etwas funktioniert, um schnell aus Fehlern zu lernen und Erfolge zu wiederholen.

Die Strategie ist auch in den Grundwerten der Stiftung verankert: Kollaboration, Sorgfalt, Innovation und Optimismus. Genauer bedeutet das:

  • Bewertungen sind ein kollaboratives Lernmittel, das uns und unseren Partnern Feedback gibt, damit wir Verbesserungen und Anpassungen vornehmen und entscheiden können, wie unsere Ergebnisse am besten zu erzielen sind.
  • Unsere Entscheidungen darüber, wann und wie Bewertungen eingesetzt und welche Bewertungsmethoden umgesetzt werden, werden mit Sorgfalt getroffen.
  • Wir sind der Meinung, dass Bewertungen wichtig sind, um von innovativen Projekten und Pilotprogrammen zu lernen, bevor diese großflächig umgesetzt werden.
  • Wir sind zuversichtlich, dass Bewertungen in vielen Disziplinen vorteilhaft sind, wenn wir nützliche Erkenntnisse mit Partnern und anderen teilen.

Unsere Strategien und Bewertungsmethoden

Die Stiftung organisiert ihre Ressourcen nach Strategien in einem bestimmten Bereich oder Sektor. Jede Strategie hat ihre eigenen Ziele und Prioritäten, Partner und Fördergelder-Empfänger sowie ihre eigene Zuteilung von Stiftungsressourcen. Strategieteams führen ihre Strategien durch Investitionen (Fördergelder, Verträge und programmgebundene Investitionen) sowie durch die Arbeit in Interessengruppen aus.

Stiftungsteams messen den Erfolg ihrer Strategien und untersuchen unter Anwendung unterschiedlicher Erkenntnisse die besten Ansätze, um bestimmte Ergebnisse zu erzielen. Eine Kombination aus Bewertungsergebnissen, Partner-Monitoring, Berichten von Fördergelder-Empfängern, Modellen, Bevölkerungsstatistiken und anderen Sekundärdaten ist eine kostengünstige und genaue Alternative zu umfangreichen summativen Bewertungen. Wir verwenden diese Quellen und Bewertungen (sofern relevant), Gutachten und Beurteilungen regelmäßig, um über die Weiterentwicklung von Stiftungsstrategien zu entscheiden.

Bewertungen sind besonders in den folgenden Fällen wichtig:

  • Wenn Beweise notwendig sind, um eine Wissenslücke zu schließen oder eine wichtige strategische Entscheidung zu bewerten. Bewertungen können dabei helfen, Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen und die relative Kostenwirksamkeit unterschiedlicher Interventionen, Modelle oder Ansätze zu bestimmen.
  • Wir nutzen sie auch, wenn wir und unsere Partner ein besseres Verständnis dafür erlangen möchten, wie erfolgreich bestimmte grosse Investitionspakete oder Projekte sind.
  • Wenn Organisationen, Vermittler oder Konzerne, mit denen wir arbeiten an einem kritischen Punkt in der Entwicklung eines Projekts angelangt sind, an dem ihnen eine unabhängige Leistungsbewertung helfen kann.
  • Wenn ein Programmteam den Fortschritt eines neuen Betriebsmodells oder eines neuen Ansatzes beurteilen muss. Bewertungen geben uns zuverlässiges, unabhängiges Feedback darüber, was verbessert werden muss, um unsere Ansätze und Beziehungen mit unseren Partnern zu verbessern.

Bewertungen sind wichtig, wenn Programmergebnisse schwer nachzuweisen sind und wir nicht genau wissen, wie wir bestimmte Ergebnisse erreichen können. Wenn wir zum Beispiel mit Partnern zusammenarbeiten, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Bereitstellung von Dienstleistungen zu verbessern oder eine Verhaltensänderung herbeizuführen, innovative Modelle zu erkennen, nachzubilden oder zu skalieren, oder um Veränderungen in Systemen, Strategien oder an Institutionen zu beschleunigen.

Bewertungen sind weniger wichtig, wenn die Ergebnisse unserer Bemühungen leicht nachweisbar sind. Sie sind auch dann weniger wichtig, wenn unsere Partner grundlegende wissenschaftliche Forschungen durchführen und Produkte oder Instrumente entwickeln, aber nicht vertreiben, oder wenn sie neue Datensätze oder Analysen erstellen. In diesen Fällen stellen die von unseren Partnern bereitgestellten Verlaufsdaten und existierenden Protokolle (wie für klinische Studien) genügend Feedback für die Entscheidungstreffung und Verbesserungen.

Wir erwarten nicht, dass Programmteams Bewertungen verwenden, um die Ergebnisse der Stiftungsstrategien zusammenzufassen. Damit würden wir aus den folgenden beiden Gründen die knappen Mess- und Bewertungsressourcen nicht optimal einsetzen: 1) die Wirkungskraft unserer Investitionen kann nicht von den Investitionen und Bemühungen unserer Partner unterschieden werden. 2) das Management der Stiftung ist mehr daran interessiert, zu lernen, wie unsere Teams Ressourcen und Partnerschaften optimal einsetzen und wie die Programmausführung gestärkt werden kann.

Design und Konzept der Bewertungsmethoden

Bewertungen sind eine umstrittene Disziplin. Wir sind uns der laufenden und nützlichen Diskussionen bewusst, welche Arten von Beweisen angemessen sind, um Richtlinien und Praxis im US-amerikanischen Bildungssystem und im Bereich der internationalen Gesundheitsversorgung und Entwicklung zu beeinflussen. Wir arbeiten jedoch mit unterschiedlichen Partnern zusammen und konzentrieren uns auf unterschiedliche Schwerpunkte. Daher können wir nicht nur eine Art von Bewertungsbeweis als Grundlage für unsere Entscheidungen gelten lassen.

Wir vermeiden universelle Bewertungen. Sie sollen auf einen bestimmten Zweck und einen bestimmten Benutzer zugeschnitten werden. Wir bezeichnen diesen Ansatz beim Design von Bewertungsmethoden als zweckgebunden. Er besteht aus drei Elementen:

  • Er kann für verschiedene Methoden, wie die qualitative und quantitative Datenerfassung und –analyse, rückwirkende und vorwärtsschauende Designs, Experimente, theoriegestützte Bewertungen und systemgestützte Ansätze, verwendet werden.
  • In diesem Zusammenhang müssen unsere Teams, unabhängige Bewerter und Partner Rückschlüsse sorgfältig bewerten und Hypothesen deutlich darstellen, bevor sie Schlussfolgerungen ziehen.
  • Letztlich müssen unsere Teams und Partner Bewertungsbeweise im Zusammenhang mit konkreten Maßnahmen sehen, damit Bewertungsbemühungen zu Ergebnissen führen, aufgrund derer entsprechend gehandelt werden kann und die nicht nur Informationszwecken dienen.

Die nachfolgenden drei Designs sind gute Beispiele für die meisten von uns unterstützten Bewertungen.

Bewertungen, um die Wirksamkeit von Programmen zu verstehen und zu stärken.

Bewertungen, die unseren Partnern bei der Ausführung von Projekten helfen, zählen zu den wichtigsten für die Stiftung, weil sie Feedback darüber geben, was an einem bestimmten Ort oder an mehreren Orten funktioniert und was nicht.

Wir verwenden diese Art von Bewertung in den folgenden Fällen:

  • Wenn einer oder mehrere Partner eine Kombination an Massnahmen einsetzt, um an einem bestimmten Ort eine Vielzahl von Ergebnissen zu erzielen, wie z.B. der zunehmende und konsistente Gebrauch von Latrinen, bessere schulische Leistung, ausschließliches Stillen in den ersten sechs Lebensmonaten eines Säuglings, der Einsatz einer bestimmten Pflanzensorte oder die Verwendung von auf Mobiltelefonen gestützten Finanzdienstleistungen durch Frauen.
  • Wenn einer oder mehrere Partner den gleichen Ansatz, das gleiche Produkt oder die gleiche Lösung an verschiedenen Orten anbieten.
  • Wenn wir mit einem Partner zusammenarbeiten, um die wirksame Ressourcenzuweisung, Planung und Dienstleistungsbereitstellung an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Sektor anzubieten.

Diese Bewertungen müssen unter Berücksichtigung der folgenden Faktoren geplant werden:

  • Sie sollen nicht die zufällige Beziehung zwischen den Interventionen und den gewünschten Ergebnissen beurteilen.
  • Sie müssen einem bestimmten Zweck und einem bestimmten Einsatz dienen. Bewertungen können schnell umfassend und teuer werden. Daher müssen die Ergebnisse den Anforderungen des Partners an den Entscheidungsprozess entsprechen.
  • Wir unterstützen den Einsatz technologischer Innovationen bei der Datenerfassung und –analyse. Damit werden Daten zeitnah zugänglich gemacht.
  • Quantitative und qualitativ hochwertige Daten sind ausschlaggebend bei den Bewertungsprozessen, während der Durchführung, für die Kostenwirksamkeit, die Wahrnehmung durch die Hauptinteressengruppen und ermöglichen ein kontextgerechtes Urteil.

Bewertungen können auch Schätzungen zu den potenziellen Auswirkungen enthalten, wenn diese notwendig sind, um wichtige Entscheidungen zu treffen: wenn es zum Beispiel darum geht, eine Initiative zu verstärken oder zu wissen, wie weit vorgegangen werden muss, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Diese Schätzungen der Auswirkungen sollten allerdings nicht als Beweis einer Auswirkung auf Makroebene verwendet werden.

Annahmen bei der Schätzung der Auswirkungen können große Fehlermargen aufweisen. Daher sind eine robuste Grundlage mit den wichtigsten Indikatoren sowie Daten darüber, wie sich diese Indikatoren im Laufe derZeit geändert haben, wichtig. Die Auswirkungen auf die Bevölkerung können normalerweise durch Modelle oder den Einsatz von Sekundärdaten bestimmt werden.

In einigen Fällen kann es notwendig sein, eine zufällige Beziehung zwischen der Deckungsrate und der gewünschten Auswirkung auf die Bevölkerung zu bestimmen. Wenn das der Fall ist, muss das Design plausible Kontrafakten enthalten, die normalerweise mithilfe von Modellen oder durch Vergleiche mit nationalen oder subnationalen Trends ermittelt werden.

Bewertungen zum Testen der kausalen Zusammenhänge mit Projekten, Innovationen oder Bereitstellungsmodellen

Bewertungen, die kausale Beweise liefern, können bei der Entscheidung verwendet werden, ob ein Pilotprojekt, Innovationen oder Einsatzmodelle erweitert werden sollen oder nicht. Sie können auch Grundwissen über die Stiftung, unsere Partner, politische Entscheidungsträger und Experten vermitteln.

Wir verwenden diese Art von Bewertung in den folgenden Fällen:

  • Wenn Stiftungsteams und Partner Beweise benötigen, um zu bestimmen, welche Lösungen in großen Programmen am wirksamsten und kostengünstigsten sind.
  • Wenn Stiftungsteams und Partner in Pilotprojekte und Innovationen investieren und Nachweise benötigen, um andere davon zu überzeugen, Projekte auf ein größeres geografisches Gebiet zu erweitern oder auf einen anderen Bereich zu übertragen.
  • Wenn wir und unsere Partner Beweise benötigen, um einen Ausgleich zwischen verschiedenen Umsetzungstaktiken, Einsatzlösungen und Programmteilen herzustellen.
  • Wenn wir und unsere Partner die Wirksamkeit von Interessengruppen, sozialem Marketing und Taktiken zur Bewusstseinsbildung beurteilen müssen, bevor wir uns für eine allgemeine Strategie zur Beeinflussung der Wahrnehmungen und des Verhaltens entscheiden.

Bewertungen zufälliger Beziehungen müssen unter Berücksichtigung der folgenden Faktoren geplant werden:

  • Sie müssen deutlich zeigen können, dass die beobachteten positiven oder negativen Auswirkungen durch die Intervention oder die taktische Vorplanung verursacht wurden. Sie sollten auch das Ausmaß der Auswirkungen messen, die durch die Intervention oder Taktik verursacht wurden.
  • Sie müssen die Auswirkungen von Faktoren, die nicht Teil der Intervention sind, ausschließen, indem sie auch plausible Kontrafakten mit einschließen. In diesem Kontext schlagen wir experimentelle oder quasi-experimentelle Designs vor. Sollte es unbrauchbar oder nicht plausibel sein, Kontrafakten zu erstellen (wenn zum Beispiel eine nationale Organisation einen Regierungspartner technisch unterstützt), schlagen wir die nachstehend beschriebene Bewertungsmethode vor.
  • Dieses Design ist nützlicher, wenn wir Testvariationen testen und nicht nur eine einzige Abfrage (wie zum Beispiel, ob etwas funktioniert oder nicht).
  • Sie sollten sich auch mit der ebenso wichtigen Frage befassen, wie und warum die Änderungen durch die Intervention verursacht wurden. Das kann durch eine Analyse der Prozesse, der Leistung und der Kosten erfolgen.

Bewertungen zufälliger Beziehungen sollten nicht verwendet werden, wenn existierende Beweise zur Wirksamkeit und zu den Ergebnissen ausreichen. Sie sollten auch nicht zur Bewertung eines gesamten Interventionspakets mit mehreren Ursache-Wirkung-Verbindungen verwendet werden.

Bewertungen zur Verbesserung der Leistung von Institutionen oder Betriebsmodellen

Bewertungen, die eine neutrale Beurteilung der Wirksamkeit einer Organisation oder eines Betriebsmodells liefern, können Stiftungen und Partner darüber informieren, wie finanzielle oder technische Ressourcen am besten eingesetzt, Probleme gelöst und der kontinuierliche Fortschritt unterstützt werden können.

Wir verwenden diese Art von Bewertung in den folgenden Fällen:

  • Wenn wir mit einer Partnerorganisation zusammenarbeiten, die für den Erfolg einer Stiftungsstrategie wichtig ist.
  • Wenn unsere Beziehung zu einem Partner an einem kritischen Punkt angelangt ist, wo zusätzliche, detaillierte Informationen zu einem bestimmten Betriebsbereich die nächsten Schritte maßgeblich beeinflussen, die Zusammenarbeit stärken und Entscheidungsprozesse objektiver gestalten können.
  • Wenn wir neue Arbeitsweisen entwickeln, indem wir zum Beispiel in einem bestimmten Land aktiver werden, und wenn wir eine objektive, systematische Beurteilung vornehmen, die Entscheidungen zur Umsetzung beeinflussen und unsere Beziehungen mit Interessengruppen stärken wollen.

Bewertungen der institutionellen Wirksamkeit und der Betriebsmodelle sollten unter Berücksichtigun der folgenden Faktoren entworfen werden:

  • Diese Art von Bewertungen können für Stiftungsmitarbeiter und Partner schnell zu umfangreich und schwerfällig werden. Daher müssen die Bewertungsfragen und ein eindeutiger Zweck ausgewählt werden.
  • Diese Bewertungen sollten nach Möglichkeit in enger Zusammenarbeit mit anderen Spendern durchgeführt werden, damit wir mehr Wirkungskraft haben, ein gemeinsames Verständnis dafür erlangen, wieviel Unterstützung ein wichtiger Partner benötigt, um erfolgreich zu sein, und um aus unserer gemeinsamen Erfahrung zu lernen.

Solche Bewertungen sind weitgehend qualitativ und können keine zufällige Beziehung zwischen einer Partnerorganisation und einem Betriebsmodell und Programmergebnissen beurteilen.

Rollen und Verantwortlichkeit der Bewertungsmethoden

Unsere Bewertungsstrategie ist ein Startpunkt und wir wollen damit den Einsatz der Bewertungen innerhalb der Stiftung und mit unseren Partnern stärken. Wir verwenden dazu auch Ressourcen und bestimme Rollen innerhalb der Stiftung, mit deren Hilfe wir deutliche Entscheidungen darüber treffen, wann und wie Bewertungen eingesetzt werden und wo sie am besten verwaltet und die Ergebnisse optimal eingesetzt werden können. Die Ressourcen und Rollen werden in den nachfolgenden Abschnitten im Detail beschrieben.

Bewertungspläne

Programmteams in unseren US-amerikanischen und globalen Bereichen, die mit Partnern zusammenarbeiten, haben ihren eigenen Bewertungsplan. Sie teilen diesen Plan mit Partnern, um Zusammenarbeit zu fördern, gemeinsame Bewertungen vorzunehmen und mehr über die Stiftung selbst und andere Organisationen zu lernen. Bei dem Plan werden existierende Beweise und wichtige Lücken aufgezeigt, die wir und unsere Partner füllen müssen, um den Entscheidungsprozess zu beeinflussen und Wissen aufzubauen.

Programmleiter basieren ihre Entscheidungen zu bestimmten Bewertungen auf dem Teamplan. Damit wird sichergestellt, dass die Bewertungsbemühungen in den allgemeinen strategischen Rahmen passen. Sie arbeiten auch mit unserem Team „Strategy, Measurement & Evaluation“ zusammen, das wiederum mit allen Programmteams der Stiftung zusammenarbeitet, um neue Investitionsmöglichkeiten zu finden.Dieses Team teilt auch Bewertungen, die für andere Programme wichtig sind, um Innovationen für Bewertungsmethoden in Gang zu bringen.

Bei der Entwicklung von Förderleistungen entscheiden unsere Programmleiter und Partner gemeinsam, ob eine Bewertung notwendig ist. Dadurch werden eine Einigung über die Erwartungen und angemessene Ressourcen für nützliche Bewertungen sichergestellt. Zu den wichtigen Faktoren zählen:

  • Wir wollen zunächst sichergehen, dass unsere Partner auch in der Lage sind, messbare Daten zu erzielen, die dann verwendet werden, um Änderungen und Verbesserungen vorzunehmen.
  • Wenn ein Partner der Meinung ist, dass eine Bewertung notwendig ist, stellen wir finanzielle und technische Ressourcen zur Verfügung, um sicherzustellen, dass die Bewertung den Zweck erfüllt und messbare Ergebnisse für den Partner liefert.
  • Der Programmleiter und der Partner bestimmen gemeinsam, für wen die Bewertung erstellt werden soll. Sie bestimmen auch das allgemeine Bewertungsdesign und die Ressourcen, die notwendig sind, um sicherzustellen, dass der Zweck, der Zeitablauf und der Einsatz derBewertungsergebnisse gut aufeinander abgestimmt sind.
  • Wenn der Partner keine Bewertungskapazitäten hat und die Bewertung für die Stiftung strategisch wichtig ist, kann das Programmteam den Einatz eines unabhängigen Beurteilers beschließen.

Alle von der Stiftung unterstützten Bewertungen werden im Bewertungsregister der Stiftung erfasst. Dabei ist es gleichgültig, ob diese von unabhängigen Parteien vorgenommen wurde oder Teil der Arbeit unserer Partner ist. So können wir die Ausgaben und Ergebnisse der Bewertungen verfolgen und Kontinuität und Konsistenz unabhängig von Änderungen im Mitarbeiterstab der Stiftung oder der Partner sicherstellen.

Rollen und Verantwortlichkeiten

Die Verantwortung für die Bewertung ist auf mehreren Ebenen der Stiftung zu finden:

  • Die Führungsspitze der Stiftung hält sich an die Prinzipien, die dieser Bewertungsstrategie zugrundeliegen. Dazu gehören auch der Fokus auf zweckorientierte Bewertungen und der Einsatz der Bewertung für den Lern- und Entscheidungsprozess und nicht für den Beweis, dass die Ressourcen der Stiftung für die Ergebnisse unserer gemeinsamen Bemühungen mit unseren Partnern verantwortlich sind.
  • Unsere Programmdirektoren und Stiftungspräsidenten treffen sorgfältige Entscheidungen darüber, wann die Stiftungsteams Bewertungen einsetzen sollten. Sie verwenden Bewertungsbeweise bei ihrem eigenen Entscheidungsprozess und im Dialog und der Interessenvertretung mit Partnern und Fördergelder-Empfängern.
  • Unsere Programmleiter unterstützen den Einsatz der Bewertungsergebnisse für Lernprozesse innerhalb und außerhalb der Stiftung. Sie verwenden ihre Teambewertungspläne, um Bewertungsentscheidungen mit zu beeinflussen und sie beraten sich mit ihrem Messungs-, Lern- und Bewertungskollegen bezüglich technischer Unterstützung. Sie verwenden die Bewertungsbeweise auch in ihrem Entscheidungsprozess und ihrer Kommunikation mit Partnern. Sie sind dafür verantwortlich, von der Stiftung finanzierte Bewertungen ins Zentralregister aufzunehmen und die Ergebnisse innerhalb und außerhalb der Stiftung zu verteilen, um das institutionelle Wissen aufrechtzuerhalten und dauerndes Lernen und dauernde Verbesserungen zu fördern.
  • Unsere Programmteams haben Messungs-, Lern- und Bewertungsmitarbeiter mit einbezogen, damit diese sich am Design beteiligen und sie verwenden hochqualitative Bewertungen. Diese Mitarbeiter helfen beim Design von Team-Bewertungsplänen, sind für das Design und für das Management wichtiger Bewertungen verantwortlich, bieten technische Unterstützung und Forschungsmaterial für Programmleiter und Partner, die Programme entwerfen oder Bewertungen beeinflussen, und stellen sicher, dass Bewertungen im Stiftungsregister aufgezeichnet werden.
  • Das zentrale Team „Strategy, Measurement & Evaluation“ der Stiftung ist für das Erstellen und die Förderung von Bewertungsstandards , das Erstellen von Tools und Ressourcen für die Stiftung und Partner und die Förderung von programmüberschreitenden Bewertungen und Lernprozessen verantwortlich. Sie sind unter anderem auch dafür verantwortlich, dass Bewertungen in den Geschäftsprozess der Stiftung integriert werden, dass eine Liste mit unabhängigen Bewertern geführt wird, dass Bewertungen finanziert werden, die wichtige Beweislücken füllen oder dass Fragen beantwortet werden, die für mehr als ein Programm wichtig sind. Sie stellen den Stiftungsmitarbeitern und den Partnern Training und kompetenzaufbauende Unterstützung zur Verfügung und helfen den Programmteams und Partnern, die Unterstützung oder Rat zu Bewertungsdesign- und management benötigen.

Sofern möglich, suchen Stiftungsteams nach Chancen, um auf dem Monitoring und den schon vorliegenden Bewertungen von Fördergelder-Empfängern aufzubauen, anstatt Parallelsysteme zu erstellen. Ausserdem versuchen sie, in nationale Bewertungskapazitäten zu investieren, um unsere globalen Programme zu unterstützen. Wir wissen, dass wir dazu möglicherweise gleichzeitig die Ausweitung der Bewertungskapazitäten unserer Partner mit finanzieren müssen. Diese Unterstützung wird direkt von den Programmteams und den Mitarbeitern aus dem Messungs-, Lern- und Bewertungsbereich bereitgestellt.

Zusammenfassung

Die Bill & Melinda Gates Foundation hat sich im Jahr 2008 messbare Maßnahmen als Stiftungsphilosophie gewählt. Diese Philosophie basiert auf zweckbestimmten Bewertungen und nicht bestimmten Methoden oder Designs. Bewertungen können unserer Arbeit angepasst werden, den Entscheidungsprozess objektiver machen und objektive Daten zur Beeinflussung konkreter Massnahmen bereitstellen.

Dieses Strategiedokument beschreibt warum, wann und wie wir Bewertungen verwenden, um nützliche Beweise für Entscheidungsträger zu erstellen, die Programmausführung zu verbessern, unsere beweisorientierte Interessenvertretung zu unterstützen und stärkere Beziehungen mit unseren Fördergelder-Empfängern und Partnern zu entwickeln. Wir sehen das als einen Ausgangspunkt, um selektive und gute Evaluierungen zu einem wesentlichen Bestandteil unserer Tätigkeiten zu machen.

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