Verbesserung von Maßnahmen, Technologien und Behandlungen
Wenn wir die Hauptursachen von Todesfällen bei Müttern und Neugeborenen angehen möchten, müssen wir die aktuellen Technologien und die Vorsorge- bzw. Behandlungsmethoden entsprechend anpassen. Außerdem müssen neue Methoden entwickelt werden, die effizienter und kostengünstiger sind und die von den Familien und Mitarbeitern in Kliniken auf dem Land und in Gemeindegesundheitszentren auch angenommen werden. Dazu gehören die Behandlung von Nachblutungen mit Medikamenten wie Oxytocin und Misoprostol sowie die Vorsorge und Behandlung von Infektionen beim Neugeborenen mit simplen Antibiotika sowie die Säuberung der Nabelschnur.
Bessere Gesundheitsmaßnahmen
Wir möchten herausfinden, welche Hindernisse einer effizienten Behandlung im Weg stehen und diese beiseite räumen. Anhand großer Aufklärungskampagnen können Informationen zur Gesundheit von Müttern und Neugeborenen verbreitet werden. Lokale Netzwerke können wir nutzen, um die häuslichen und gemeinschaftlichen Gesundheitsmaßnahmen sowie die gesellschaftlichen Normen zu verbessern. Außerdem müssen Behandlungen erschwinglicher werden.
Besser ausgebildete Mitarbeiter im Gesundheitswesen
Wir möchten den Gesundheitsdienstleistern auf Gemeindeebene – vor allem in Nordindien, Äthiopien und dem Norden von Nigeria – helfen, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten auszubauen sowie den Einsatz innovativer Maßnahmen fördern.
Bessere Finanzierung und Regelungen
Gemäß der Weltgesundheitsorganisation werden für das Erreichen der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen beträchtliche und langfristige Investitionen erforderlich sein. Wir bemühen uns weltweit sowie auf Länderebene um eine Aufstockung der finanziellen Mittel und um die Fortsetzung der bisherigen Arbeit unserer Partner. Außerdem möchten wir Maßnahmen und Strategien entwickeln, mit denen die Länder mehr lebensrettende Behandlungen durchführen können. Wir möchten die Aufmerksamkeit auf häufig übersehene Risikofaktoren für Todesfälle bei Neugeborenen und Müttern lenken und die Verwendung unentbehrlicher Medikamente vorantreiben.
Zusätzliche Versorgung nach dem Neugeborenenalter
Wenn die Mitarbeiter im Gesundheitswesen besser geschult werden, lassen sich unserer Meinung nach auch Kinder im kritischen Zeitraum zwischen Geburt und dem Alter von zwei Jahren optimaler versorgen. Wenn sich beispielsweise empfehlenswerte Gesundheitsmaßnahmen etablieren wie das Händewaschen, die Immunisierung, eine Familienplanung nach der Geburt und das ausschließliche Stillen, würde das für Mütter und Kinder bessere Ergebnisse zur Folge haben. Typische Erkrankungen von Kindern wie Lungenentzündung, Durchfall und Unterernährung könnten gelindert werden.