Was wir tun

Die Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern

Strategischer Überblick

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Eine äthiopische Mutter mit ihrem Sohn, der alle erforderlichen Schutzimpfungen von einem Mitarbeiter des Gesundheitsdiensts erhalten hat. 

Unser Ziel:

Eine äthiopische Mutter mit ihrem Sohn, der alle erforderlichen Schutzimpfungen von einem Mitarbeiter des Gesundheitsdiensts erhalten hat. 

Die Herausforderung

Auf einen Blick

In Entwicklungsländern, sterben jedes Jahr Millionen von Frauen und Babys aufgrund von Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt und in den ersten Monaten nach der Geburt.

Die meisten dieser Todesfälle könnten durch bewährte und günstige Hilfsmittel und Verfahren, die in den entwickelten Ländern jederzeit verfügbar sind, vermieden werden.

Wir investieren in die Entwicklung von Hilfsmitteln, Technologien und Behandlungsmethoden, die von Familien, und Mitarbeitern im Gesundheitswesen jederzeit eingesetzt werden können, um die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen zu verbessern.

Wir fördern bessere, häufigere und günstigere Beziehungen zwischen Mitarbeitern des Gesundheitswesens und Familien und setzen uns für bessere Richtlinien und mehr Geldmittel zur Unterstützung der Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern ein.

Unsere Strategie für die Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern, die im Jahr 2009 entwickelt wurde, steht unter der Leitung von Mariam Claeson und gehört zum Stiftungsbereich Global Development.

Jedes Jahr sterben fast 300.000 Frauen an den Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt und viele weitere tragen bleibende Behinderungen davon. Die meisten dieser Frauen leben in Entwicklungsländern. Die Mütter leiden vor allem an Blutungen, Blutvergiftungen, Geburtsstillstand und Krankheiten, die durch hohen Blutdruck ausgelöst werden.

Außerdem werden mehr als 2,6 Millionen Babys tot geboren und weitere 2,9 Millionen sterben, bevor sie einen Monat alt sind. Viele leiden an Entwicklungsstörungen des Nervensystems und Behinderungen. Die meisten Todesfälle unter Neugeborenen sind auf Frühgeburten, Atemstillstand während der Geburt und Infektionen, wie Blutvergiftungen, Lungenentzündungen und Meningitis zurückzuführen.

Es gibt effektive und kostengünstige Eingriffe, aber diese stehen nicht allen bedürftigen Frauen und Babys zur Verfügung. In den Entwicklungsländern gebären viele Frauen zu Hause und werden selten weder vor noch nach der Geburt von geschulten Mitarbeitern des Gesundheitswesens untersucht. Mitarbeiter im Gesundheitswesen haben in armen Ländern oftmals keinen Zugang zu aktuellen Behandlungsmethoden oder nutzen diese nicht. Familien wollen sich nicht behandeln lassen oder befolgen nicht den Rat des Arztes.

Die Chance

Die meisten Todesfälle bei Mutter und Neugeborenen können mit den verfügbaren Hilfsmitteln und Methoden verhindert werden: Antibiotika, sterile Skalpelle zum Durchtrennen der Nabelschnur, Medikamente zur Blutungsstillung nach der Geburt, pränatale Steroidbehandlungen für eine schnellere Lungenentwicklung beim Fötus und bewährte Methoden, wie die Känguruhpflege, bei der ausschließlich gestillt und das Baby über den Hautkontakt mit der Mutter gewärmt und vor Infektionen geschützt wird.

Mithilfe dieser kostengünstigen Initiativen können die Todesfälle bei Müttern und Neugeborenen drastisch gesenkt werden. Weitere Verbesserungen sind auch durch die Entwicklung neuer Maßnahmen und Technologien möglich, die eine frühere und schnellere Diagnose und Behandlung gefährlicher Krankheiten ermöglichen.

Unsere Strategie

Das Programm Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern der Bill & Melinda Gates-Stiftung konzentriert sich darauf, aktuell genutzte Lösungen zu erweitern und neue Lösungen zu entwickeln. Damit soll sichergestellt werden, dass Mütter und Kleinkinder überleben und sowohl während der Geburt als auch in der frühen Kindheit gesund bleiben. Während dieser Zeit ist die Gesundheitsversorgung meist unzureichend, was eine hohe Anzahl von Todesfällen zur Folge hat.

Wir arbeiten eng mit Regierungen, den Vereinten Nationen, Nichtregierungsorganisationen und dem privaten Sektor sowie anderen Stiftungsprogrammen in den Bereichen Ernährung, Familienplanung und Infektionskrankheiten zusammen.

Eine Mutter mit Kind in Nepal, wo Hilfsorganisationen den Einsatz geschulter Geburtshelfer fördern, um die hohe Müttersterblichkeitsrate zu senken.

Bei unserem Ansatz schätzen wir die wichtige Rolle der Gesundheitsdienstleister vor Ort. Um ihre Arbeit zu unterstützen, bemühen wir uns um die Anpassung und Entwicklung innovativer Maßnahmen, Technologien und Behandlungsmöglichkeiten, sowie um bessere Schulungsmöglichkeiten für Mitarbeiter im Gesundheitsdienst. Dabei steht die verbessertre Führung von Beratungs- und Verhandlungsgesprächen im Vordergrund. Wir möchten auch Familien dazu ermutigen, sich um ihre Gesundheit zu kümmern und eine gute Versorgung für Mutter und Kind zu finden. Außerdem setzen wir uns für zielorientierte national und global verwaltete Programme und Spendenkampagnen ein.

Wir unterstützen zudem in vielen Teilen der Welt Forschungsprojekte, die die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen verbessern und Leben retten sollen.  Wir konzentrieren uns derzeit auf Nordindien, Äthiopien und auf den Norden von Nigeria.

Fokusbereiche

Wir konzentrieren uns auf verschiedene Bereiche:

Verbesserung von Hilfsmitteln, Technologien und Behandlungsmethoden.

Wenn wir auf die größten Risikofaktoren für Todesfälle unter Müttern und Neugeborenen eingehen möchten, müssen wir die aktuellen Technologien und die Vorsorge- bzw. Behandlungsmethoden entsprechend anpassen und neue Methoden entwickeln, die effizienter und kostengünstiger sind und die von den Familien und Mitarbeitern in Kliniken in ländlichen Gegenden und in Gemeindegesundheitszentren auch angenommen werden. Dazu gehören die Behandlung von Nachblutungen mit Medikamenten wie Oxytocin und Misoprostol sowie die Vorsorge und Behandlung von Infektionen bei Neugeborenen mit einfachen Antibiotika und die Säuberung der Nabelschnur.

Bessere Maßnahmen im Bereich Gesundheit.

Eine Mitarbeiterin des Gesundheitswesens bei einem Hausbesuch in Mojo, einer Stadt in Zentraläthiopien.

Wir möchten herausfinden, welche Hindernisse es für wirksame Behandlungsmethoden gibt und diese beiseite räumen. Anhand großer Aufklärungskampagnen können Informationen zur Gesundheit von Müttern und Neugeborenen verbreitet werden. Wir können lokale Netzwerke nutzen, um die häuslichen und gemeinschaftlichen Gesundheitsmaßnahmen sowie die gesellschaftlichen Normen zu verbessern und  Behandlungen erschwinglicher zu machen.

Besser ausgebildete Mitarbeiter im Gesundheitswesen.

Wir möchten den Mitarbeitern im Gesundheitswesen auf Gemeindeebene, vor allem in Nordindien, Äthiopien und dem Norden von Nigeria, helfen, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten auszubauen sowie den Einsatz innovativer Maßnahmen fördern.

Bessere Finanzierung und politische Richtlinien.

Der Weltgesundheitsorganisation zufolge sind für das Erreichen der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen beträchtliche und langfristige Investitionen erforderlich.  Wir bemühen uns, weltweit sowie auf Länderebene mehr finanzielle Mittel bereitzustellen und die bisherige Arbeit unserer Partner fortzusetzen. Außerdem möchten wir Maßnahmen und Strategien entwickeln, mit denen die Länder mehr lebensrettende Behandlungen durchführen können. Wir möchten das Bewusstsein für häufig übersehene Risikofaktoren für Todesfälle bei Neugeborenen und Müttern erhöhen und die Verwendung unentbehrlicher Medikamente fördern.

Versorgung nach dem Neugeborenenalter.

Wir sind davon überzeugt, dass besser geschulte Mitarbeiter im Gesundheitswesen Kinder im kritischen Zeitraum zwischen der Geburt und dem zweiten Lebensjahr besser versorgen können. Gute Vorsorgemaßnahmen, wie Händewaschen, Immunisierung, Familienplanung nach der Geburt und das ausschließliche Stillen, würden für Mütter und Kinder bessere Ergebnisse zur Folge haben und Kinderkrankheiten, wie Lungenentzündung, Durchfall und Mangelernährung lindern.

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