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Globales Engagement zur Bekämpfung von Armut und Krankheiten

Im Kampf gegen extreme Armut, Hunger und vermeidbare Krankheiten spielt ONE weltweit eine ganz besondere Rolle.  Die Organisation setzt ihre Ressourcen dazu ein, um auf humanitäre Krisen aufmerksam zu machen. Sie wendet sich dabei an Regierungschefs, Geber, private und öffentliche Einrichtungen sowie Millionen Menschen weltweit.

ONE verfolgt seine Ziele über Lobbyarbeit, die Mobilisierung der breiten Öffentlichkeit, mithilfe von Kommunikation und kreativen Kampagnen. Ihre Bemühungen werden in direkten persönlichen Appellen von bekannten Persönlichkeiten deutlich, wie zum Beispiel Appelle von Bono, einem Mitbegründer von ONE. Regierungschefs aus aller Welt werden aufgefordert, sich dringenden Entwicklungsthemen zu stellen und ihre Versprechen in Bezug auf Fördermittelzusagen einzulösen.  Außerdem mobilisiert ONE seine 3,2 Millionen Mitglieder, um Druck auf Entscheidungsträger auszuüben, um vor allem in Afrika im Kampf gegen Krankheiten und Armut mehr Engagement, Zuverlässigkeit und Transparenz zu zeigen. ONE wurde durch den optimalen Einsatz von Technologie und sozialen Medien mittlerweile zu einer führenden Kraft bei der Aufklärung der Öffentlichkeit über globale Gesundheit und Entwicklung und konnte die Wahrnehmung in Bezug auf Entwicklungshilfe und deren Wirkung verändern.

Die Entstehung von ONE

ONE wurde nach einem Gespräch zwischen Bill Gates und Bono ins Leben gerufen. Sie unterhielten sich kurz nach der Jahrtausendwende darüber, dass das amerikanische Volk besser über die extreme Armut auf der Welt informiert sein sollte.  Gemeinsam mit Melinda Gates, Bobby Shriver, George Soros, Ed Scott, Bob Geldof und Jamie Drummond gründeten sie die Interessenvertretungsorganisation DATA zur Armutsbekämpfung. Diese konzentrierte sich darauf, die Staats- und Regierungschefs der Welt mithilfe von Prominenten und anderen einflussreichen Personen davon zu überzeugen, sich mit bestimmten Entwicklungsthemen auseinanderzusetzen. Innerhalb weniger Jahre schloss sich DATA mit mehreren anderen Vereinigungen zur Organisation ONE zusammen, die finanziell zu einem großen Teil von der Bill & Melinda Gates-Stiftung unterstützt wird. Ziel war es, die politische Arbeit an Entwicklungsschwerpunkten – insbesondere den Millenniums-Entwicklungszielen der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2000 voranzutreiben, die auf Krankheiten, Armut und andere dringende Entwicklungsprobleme eingehen.

Die Arbeit von ONE

Die Kampagnen von ONE sind vielseitig ausgelegt und kombinieren die Mobilisierung der Massen mit gezieltem Expertenwissen. ONE-Mitglieder aus aller Welt tragen mit Telefonaktionen, Veröffentlichungen, Demonstrationen und durch ihre Fürsprache zum Gelingen der Kampagnen bei. Die Teams in Washington, D.C., London, Johannesburg, Brüssel, Berlin und Paris führen Informationskampagnen durch, leisten Interessen- und Lobbyarbeit und arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von Lösungen. Um beispielsweise im Jahr 2011 die Aufmerksamkeit der Bevölkerung weltweit auf die Hungersnot am Horn von Afrika zu lenken, drehte ONE das provokante Video „The F Word:  Famine is the Real Obscenity” an dem u. a. Bono, George Clooney, Idris Elba, Jessica Alba und Michael Bloomberg mitwirkten. Das Video war Thema von 400 Medienberichten, wurde eine Million Mal online angesehen und es wurden  im Rahmen einer Petition 411.000 Unterschriften gesammelt. Das Führungsteam von ONE erschien zudem bei prominenten Auftritten bei den Versammlungen der Staats- und Regierungschefs der Welt. Mit seinem jährlichen Rechenschaftsbericht über die Entwicklungshilfezusagen der G8-Länder übte ONE zusätzlich internationalen Druck aus.  Insgesamt will ONE mit seiner Arbeit bewirken, dass bei Hilfeprogrammen sinnvoll investiert wird, wie es beispielsweise beim Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria und bei der GAVI Alliance der Fall ist.

ONE wendet ähnliche Ansätze in seiner Kampagne Thrive zur Hungerbekämpfung an. Dazu gehören Veranstaltungen, bei denen in der Nähe von bekannten Sehenswürdigkeiten in den USA, in Frankreich, Deutschland und Großbritannien Pflanzen gesät wurden sowie ein Bericht, über die landwirtschaftlichen Investitionen in Ländern mit geringem Einkommen. Ebenso facettenreich ist die ONE-Kampagne „Der Anfang vom Ende von AIDS“, die im Jahr 2011 bei einer viel beachteten Veranstaltung zum Welt-AIDS-Tag in der Stadt Washington ins Leben gerufen wurde. Die Kampagne nutzt neue Medien auf innovative Weise, z. B. ein digitaler AIDS-Quilt, der aus hunderttausenden von Fotos und persönlichen Beiträgen aus der ganzen Welt besteht.

ONE und die Bill & Melinda Gates Foundation

Angesichts der Ursprünge und der langjährigen Freundschaft zwischen Bono und Bill Gates besteht eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen ONE und der Gates Foundation. Es ist keine Beziehung, bei der die bürokratische Verwaltung von Förderleistungen im Mittelpunkt steht“, sagt Carol Welch, eine leitende Programmbeauftragte bei der Stiftung. Sie ist für die Förderleistungen an ONE zuständig, die aktuell mehr als 135 Millionen US-Dollar betragen. „ONE ist in vielen geografischen Gebieten und bei zahlreichen Themen ein starker Lobbypartner. Unsere Strategien überschneiden sich in vielerlei Hinsicht und es ist ein hoher Grad an Koordinierung erforderlich.“ Zu dieser Koordinierung gehören der Informationsaustausch, die Abstimmung der Botschaften, die Zusammenarbeit bei Veranstaltungen sowie häufige Gespräche zwischen ONE und dem Stiftungsteam für Globale Programme und Interessengruppen.

Die Erfolge von ONE in Bezug auf die Stärkung des Bewusstseins der Öffentlichkeit waren für den gesamten Entwicklungshilfebereich sehr aufschlussreich. „ONE hat herausragende Arbeit geleistet und es geschafft, dass Teilnehmer an anonymen Aktionen inzwischen zu Aktivisten geworden sind“,  meinte Walch. Dazu gehören zum Beispiel die Unterzeichner einer Petition per Mausklick. „Dieser Mut und der frische Ansatz sind in unserem Bereich beispielhaft.“

Und ONE kann auf das riesige Netzwerk der Gates-Stiftung und die Erfahrung der Stiftung im Bereich des Monitoring, der Bewertung und der effizienten Datennutzung zurückgreifen. „Unsere internen Geschäftsprozesse haben sich weiterentwickelt, um mehr datengestützt und analytischer zu werden“, sagt Luis Guardia, der leitende Geschäftsführer von ONE „Unser geschäftliches Umfeld ändert sich ständig. Durch bessere Systeme für internes Monitoring und Bewertung sind unsere Geschäftsprozesse besser geworden.“

Welch geht davon aus, dass die Partnerschaft in Zukunft noch enger wird. „Wir werden unsere Beziehung noch weiter vertiefen“, meint sie. „Gemeinsam müssen wir unsere Lobbyarbeit optimieren und unsere Themen einer breiten Öffentlichkeit nahebringen.“

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